Am 31. Mai wurden in Garmisch-Partenkirchen die Gewinner des Zukunftspreises der Immobilienwirtschaft 2011 präsentiert. Der Wettbewerb, an dem diesmal 21 Unternehmen mit 23 Projekten teilgenommen hatten, widmete sich dem Thema „Immobilienwirtschaft auf dem Weg zu einer neuen Wirtschaftlichkeit“. Besonders erfreulich: Mit der Hilfswerk-Siedlung GmbH und der GSW Immobilien AG sind zwei der vier Preisträger BBU-Mitgliedsunternehmen. Das mit dem Sonderpreis „Wissensmanagement“ ausgezeichnete Projekt der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg wurde maßgeblich von der BBT GmbH betreut und begleitet.
„Dass auch in diesem Jahr wieder BBU-Mitgliedsunternehmen mit dem Zukunftspreis der Immobilienwirtschaft geehrt wurden, stellt eindrucksvoll unter Beweis: Die Wohnungsunternehmen Berlin-Brandenburgs sind Vorreiter wenn es darum geht, sich selbst und die eigenen Wohnungsbestände mit innovativen Projekten fit für die Herausforderungen der Zukunft zu machen“, freute sich BBU-Vorstandsmitglied Maren Kern. „Ich gratuliere ‚unseren’ Preisträgern ganz herzlich zu diesem Erfolg!“
„Ich danke allen Wohnungsunternehmen, die mit großem Engagement, finanziellem und personellem Aufwand solch hervorragende Projekte ins Leben gerufen haben“, erklärte GdW-Präsident Gedaschko im Rahmen der Preisverleihung. „Neuartige Konzepte wie diese tragen dazu bei, die Qualität des Wohnens in Deutschland langfristig zu sichern und stetig zu verbessern.“
Der Zukunftspreis war bereits zum achten Mal von der Fachzeitschrift DW Die Wohnungswirtschaft und der Aareon AG ausgelobt worden. Die technische Betreuung lag bereits traditionell in den Händen des BBU-Bereichs Technik. Es wurden drei Preise sowie ein Sonderpreis für herausragende Beispiele nachhaltigen Handelns in Wohnungs- und Immobilienunternehmen vergeben.
Die Preisträger
Mit einem ersten Preis wurde die Hilfswerk-Siedlung GmbH, Berlin, Brandenburg, für die Umwandlung einer Großwohnsiedlung in einem sehr herausfordernden Marktumfeld zu einem Mehrgenerationenquartier ausgezeichnet. Dies geschah weniger durch einen großen finanziellen Aufwand, als vielmehr mit gezielten gering investiven baulichen Maßnahmen und durch die Aktivierung der Bewohner zur Gestaltung ihres Quartiers. Die Bewohner und das Unternehmen haben unter den Stichwörtern Selbstorganisation, Gemeinsinn und Verantwortung Großes vollbracht und dabei nicht nur die Quartiersqualität, sondern auch den Leerstand spürbar gesenkt.
Ebenfalls ein erster Preis ging an die GSW Immobilien AG für ihr Projekt „Standardisierung in der Wohnungswirtschaft – Die Einführung eines integrierten und automatisierten Kundenbeziehungsmanagements“. Die herausragende Leistung dieses Beitrags sah die Jury in einer konsequenten ganzheitlichen Prozessoptimierung. Das Ergebnis konnte gleichzeitig die Kosten reduzieren und die Kundenzufriedenheit verbessern. Erfolgsfaktor für die simultane Erreichung dieser beiden Ziele war eine intelligente Standardisierung von Routine-Vorgängen. Diese schaffte dank der Routine-Unterstützung Freiraum für eine individuelle Kundenbetreuung der Mieter.
Auch die Plattform Leipziger Wohnungsgenossenschaften wurde für ihre Initiative „Wohnen bei uns“ mit einem ersten Preis geehrt. Die Jury sieht in der Initiative von vier Leipziger Genossenschaften einen hervorragenden Beitrag, mit dem der Mehrwert genossenschaftlichen Wohnens vermittelt wird. Hervorzuheben ist dabei, dass dieser Mehrwert nicht nur für die Genossenschaftsmitglieder entsteht, sondern auch für die Gesellschaft. Den vier Genossenschaften ist es gelungen, die wirtschaftlichen Aspekte des Mehrwerts nicht nur in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Thomas Lenk von der Universität Leipzig wissenschaftlich fundiert zu berechnen, sondern auch nach innen und außen zu kommunizieren. Dabei wurde eng mit dem Verband Sächsischer Wohnungsgenossenschaften e. V. (VSWG) unter Leitung von Dr. Axel Viehweger zusammengearbeitet.
Den Sonderpreis „Wissensmanagement“ erhielt die Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg mbH für ihren Beitrag „Das ganzheitliche Unternehmenskonzept – von der objektkonkreten Analyse zur strategischen Unternehmensplanung“. Wissensmanagement im Sinne des Zukunftspreises wurde von der Jury als das systematische Management von unterschiedlichen Unternehmens-, Objekt- und Finanzdaten in einem integrierten System verstanden. Das Projekt der Wohnungsbaugesellschaft Magdeburg erfüllt diese Kriterien in vorbildlicher Weise und zeigt, wie man vorhandenes Wissen in die strategische Unternehmensplanung und –steuerung integriert und so ein wirkungsvolles faktenbasiertes Portfoliomanagement implementiert.
Maßgeblich begleitet wurde das Wohnungsunternehmen bei dem ausgezeichneten Projekt von der BBT GmbH mit der von ihr entwickelten Unternehmenssteuerungs- und Portfoliomanagementsoftware avestrategy®.